Ein Leserbrief zum Flächenverbrauch

Noch landwirtschaftlich genutzt, später auch Industriegebiet? – In Fellingshausen

Mit Genehmigung von Rita Kotschenreuther, Museumspädagogin im Holz- und Technikmuseum Wettenberg

Rita Kotschenreuther zum Regionalplan (2.3.2022)
„Überall im Landkreis wird eifrig geplant. Der Entwurf des neuen Regionalplans Mittelhessen zeigt, wohin unser Weg führen soll. An allen Ecken und Enden ist vorgesehen, neue Gebiete zu erschließen, bis deren finanzieller Gewinn auch wieder aufgezehrt wurde. Dann geht´s in die nächste Runde mit der nicht endenden wollenden Bodenversiegelung. Das Wörtchen „interkommunal“ vor einem Gewerbegebiet macht die Sache nicht wirklich besser, im Gegenteil – so wird noch mehr in sensiblen Naturlagen zwischen den Orten zerstört. (…)
Spätestens wenn wir durch politische oder soziale Verwerfungen (oder eine nächste Pandemie) vor leeren Regalen stehen, merken wir wieder, dass wir Essen ganz gut brauchen könnten. Und dieses hätte von Äckern und Weiden um die Ecke stammen können – dazu noch ohne klimaschädliche Ferntransporte. Wer auch immer von den politisch Handelnden für ein weiteres Gewerbe- oder Neubaugebiet auf Ackerland votiert, versündigt sich an künftigen Generationen.
Nachhaltigkeit bedeutet, eine Ressource nur in dem Maße zu nutzen, wie sie sich wieder regenerieren kann, damit sie Menschen nach uns in gleicher Weise zur Verfügung steht. Boden kann sich jedenfalls nicht mehr regenerieren, wenn er einmal bebaut ist. Ersatzmaßnahmen sind lächerliche Erfindungen, um den endgültigen Verlust von Land zu „kompensieren“. Wie geht das eigentlich?
Können wir an unseren Globus Stücke guten Bodens anbauen?“

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