Kumulieren, Streichen, Panaschieren … und die Folgen

Wie im Muster-Bild unten gut zu erkennen, haben die Wählerinnen und Wähler einmal der Möglichkeit,
im Kreis oben (graues Feld) die gesamte Liste einer Partei anzukreuzen.
Damit fallen den Kandidaten einer Partei, entsprechend dem Wahlvorschlag dieser Partei oder Wählergruppe automatisch alle Stimmen von oben nach unten Stimmen zu, wie insgesamt zu verteilen sind.
Zugleich wird damit die von den Gruppierungen vorgegebene Platzverteilung der Kandidaten im Parlament angenommen.

kumulieren = „Häufeln“ der Stimmen

Die Möglichkeit zu Kumulieren bedeutet, in den viereckigen Feldern neben dem Namen der Kandidat/innen ein bis drei Kreuze zu setzen und alle möglichen Stimmen einzeln zu verteilen – bei der Kommunalwahl für das Biebertaler Gemeindeparlament sind das 2021 insgesamt 31 mögliche Kreuzchen.

Streichen von Kandidaten

Zudem besteht die Möglichkeit einzelne Kandidaten aus der Liste zu streichen, um die Zählfolge zu verändern.

Panaschieren = „Verteilen“ der Stimmen

Neben dem Kumulieren ist es zudem möglich, die Stimmen über mehrere verschiedene Listen zu verteilen (panaschieren – so wie im obigen Bild zu sehen).
Dabei bleibt die Möglichkeit des Häufelns erhalten (kumulieren – ebenfalls im Bild oben zu sehen) .

Die Auswirkungen des kumulierens, streichens und panaschierens:

Mit dem Kumulieren, Streichen und Panaschieren können die Wähler/innen die Bewerberreihenfolge innerhalb einer Liste verändern.
Der Wählerwille – unabhängig von der Vorgaben der Partien und Gruppierungen – findet so eine bessere Berücksichtigung, indem Personen eine bessere oder schlechtere Chance erhalten, einen Sitz im Parlament zu bekommen.
Wer die meisten Stimmen auf sich vereinen kann, bekommt einen Sitz – so lange, bis alle Sitze für die Gruppierung – im Verhältnis zu deren prozentualem Wahlergebnis anteilig – aufgebraucht sind.

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